Nur 5 Prozent aller Websites sind wirklich erfolgreich. 95 Prozent fristen ein erfolgloses Nischendasein und erreichen die in sie gesetzten Ziele nicht.
In 10 Schritten zur perfekten Website
Selbst wenn Sie von HTML, CSS, Javascript etc. keinen blassen Schimmer haben, können Sie mit entsprechender Software sehr gute Websites erstellen. Nicht nur für den privaten sondern auch für den geschäftlichen Bereich im Rahmen von KMU’s (kleine und mittelständische Unternehmen).
Aber bevor Sie daran gehen, sollten Sie unbedingt einige dringend erforderliche Hausaufgaben machen, ansonsten wird Ihre Webprojekt höchstwahrscheinlich keinen dauerhaften Erfolg haben.
1. Schritt: Definition der eigenen Zielgruppe
Um Erfolg zu haben, muss Ihre Webseite auf ihre spezifische Zielgruppe hin ausrichtet werden. Das fängt mit dem Design der Website an und setzt sich fort über den textlichen Stil bis hin zu der Navigation durch Ihre spätere Website.
Der Anfang auf dem Weg hin zur perfekten Website besteht also erstmal darin, sich klar zu machen, wer denn die zukünftigen Besucher sein werden.
- Sind die eher konservativ,
- oder eher modern?
- Was sind das für Menschen?
- Welche Schulbildung,
- welche Berufe haben diese Menschen,
- welche Hobbys?
- gehören Sie eher zu den Normalverdienern,
- oder zu den überdurchschnittlichen Einkommensbeziehern
- oder zu den Geringverdienern?
- die Liste ließe sich endlos fortsetzen …
Erst wenn Sie Ihre Zielgruppe kennen, macht es Sinn, sich mit dem Erstellen der Website näher zu befassen, vorher nicht.
2. Schritt: Suchbegriffe finden
Ein ganz entscheidender Punkt! Nur wenn Sie Ihre Website auf die Suchbegriffe hin optimieren, die auch von Ihrer Zielgruppe tatsächlich in Google eingegeben werden, nur dann werden Sie auch gefunden!
Sie müssen die “Sprache” Ihrer Zielgruppe sprechen. Dazu müssen Sie wiederum wissen, wer eigentlich Ihre Zielgruppe ausmacht, siehe Schritt 1.
Die Recherche der richtigen Suchbegriffe (Keywords) ist das Erfolgskriterium schlechthin für Ihr Webprojekt.
Diese Recherche sollte daher immer ganz am Anfang eines Webprojektes stehen, denn auf den Keywords baut alles andere auf.
3. Schritt: Ziele festlegen
Welche Ziele sollen mit der Website erreicht werden? Das wichtigste Kriterium für eine perfekte und erfolgreiche Website ist die Definition von exakten Zielen. Ohne die Vorgabe von exakt definierten Zielen machen Sie einen Blindflug durchs Internet und landen irgendwo, nur nicht da, wo Sie eigentlich hin wollten.
Ein Ziel könnte zum Beispiel so lauten: Unsere Website soll pro Jahr 50.000 Euro Umsatz erwirtschaften. Das Kriterium für die Messbarkeit dieses Zieles könnte die Zahl der Neukunden sein, die über die Website zu Ihnen gelangt sind. Denn die Neukunden bringen das Geld in die Firma.
Wenn Sie jetzt anhand Ihrer Zahlen noch wissen, dass ein Neukunde durchschnittlich 1.000 Euro bei Ihnen ausgibt, dann können Sie blitzschnell errechnen, dass die Website jedes Jahr 50 Neukunden generieren muss, um das gesteckte Ziel zu erreichen.
Ein Ziel könnte aber z.B. auch darin bestehen, über die Website möglichst viele Interessenten, also potentielle Käufer, zu gewinnen, die sich beispielsweise in Ihren Newsletterverteiler eintragen.
4. Schritt: Umdenken
Sie sollten nicht in erster Linie an Ertrag, also an Geld denken, wenn Sie sich mit Ihrem Webprojekt beschäftigen. Das Geld ist – wenn Sie es richtig machen – mehr oder weniger ein Abfallprodukt Ihrer Strategie und wird sich automatisch einstellen.
Stellen Sie sich vielmehr folgende Frage:
Wie kann ich/meine Firma unseren potentiellen Kunden den größtmöglichen Nutzen bringen und was kann ich tun, um in den Augen meiner Zielgruppe als kompetenter Experte wahrgenommen zu werden?
Vergessen Sie das Marketing der alten Schule, mit dem wir alle groß geworden sind. Es funktioniert heute schon nicht mehr richtig und wird in Zukunft immer weniger funktionieren.
Die Zukunft des Marketings lautet:
Nicht Sie finden die Kunden, sondern die Kunden finden Sie!
Und wie finden die Kunden Sie? Natürlich über das Internet! Sie gehen zu Google, geben ihre Suchbegriffe ein und starten die Suche.
Betrachten Sie daher ab sofort Ihre Website als die wichtigste Vertriebsmitarbeiterin die Sie haben und seien Sie konsequent bei der Umsetzung der Folgen, die sich aus diesem Gedanken ergeben.
Investieren Sie keine größeren Summen mehr in:
-
Zeitungsanzeigen
-
gedruckte Prospekte
-
Einlagen in Werbeblättchen
-
Einträge in gedruckte Branchenbücher etc.
Stattdessen hegen und pflegen Sie ihre neue Vertriebsmitarbeiterin so gut es Ihnen möglich ist.
Unter folgendem Link finden Sie gute Gegenüberstellung von Online- und Printwerbung. Ziehen Sie Ihre eigenen Schlüsse daraus.
5. Skizzen machen
Die Erledigung dieses Schrittes erfolgt ganz klassisch, ohne PC. Nehmen Sie sich ein möglichst großen Papierbogen oder Karton und zwei etwas dickere Filzstifte in verschiedenen Farben.
Skizzieren Sie nun auf dem Bogen eine erste Grundstruktur Ihrer Website. Für diese Aufgabe ist es oftmals hilfreich, sich die Websites Ihrer Mitbewerber anzuschauen und sich von diesen ein wenig inspirieren zu lassen.
Ziel soll sein, dass Sie eine möglichst sinnvolle Struktur Ihrer Website skizzieren, die weder den User noch die Suchmaschinen überfordert.
Das Arbeitsergebnis könnte in etwa so aussehen:
Natürlich können Sie diese Aufgabe auch mit entsprechender Software bewältigen, aber ich rate dazu, es von Hand zu machen. Sie bekommen dadurch einen wesentlich engeren Bezug zu der Materie.
Die nächste Skizze, die Sie erstellen müssen, illustriert die Grundstruktur jeder einzelnen Webseite. Machen Sie es Ihren zukünftigen Besuchern nicht unnötig schwer. Halten Sie einige Standards ein, die sich mittlerweile etabliert haben und von den Besuchern auch vorausgesetzt werden.
Diese Standards sind folgende:
- klare Menustruktur entweder links vertikal oder oben horizontal
- Eigenes Logo oben links mit Verlinkung auf die Startseite
- wenn eine Sidebar eingesetzt wird, diese rechts platzieren
- wenn eine Suchfunktion eingesetzt wird, diese mittig ganz nach oben setzen
- wenn ein Warenkorbsystem eingesetzt wird, gehört der Warenkorb nach rechts oben
- wenn eine Login-Funktion eingesetzt wird, gehört das Login-Feld nach links oben
Die Skizze, die Sie jetzt erstellen sollten, sieht also ungefähr so aus:
Wie Sie erkennen können, gehe ich von einem zweispaltigen Layout mit einem übergeordneten Header aus. Die Standardelemente werden eingehalten.
Obwohl es wirklich nur dahin gekritzelt ist, vermittelt eine solche Skizze durch das eigene Zeichnen die Grundstuktur, die auf jeder einzelnen Seite identisch sein sollte.
6. Schritt: Software auswählen
Der Markt für das Erstellen von Websites ist mittlerweile nahezu unüberschaubar geworden. Fast jedes Jahr erscheinen neue Softwaretitel, die die Situation für Laien noch undurchsichtiger machen.
Die Preisspanne reicht von kostenlos bis zu mehreren Hundert Euro. Ist kostenlos eine schlechte Wahl und das teuerste Programm das Beste?
Nein absolut nicht! Ich persönlich arbeite z.B. schon seit Jahren mit einer Software, die kostenlos und nahezu perfekt ist. Ich arbeite allerdings auch mit einer Software, die nicht kostenlos und auch nahezu perfekt ist.
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten. Für beide Möglichkeiten werde ich Ihnen das meiner Meinung nach jeweils beste Programm vorstellen.
1. Möglichkeit: Die Software wird lokal auf Ihrem Rechner installiert.
Ich spreche hier nur über den Windows-Bereich. Wenn Sie mit einem Macintosh arbeiten, dann sind Sie wahrscheinlich eh schon ein Profi und brauchen diese Anleitung nicht.
Das meiner Meinung nach beste Programm in diesem Bereich ist Web-2-Date von DATA BECKER, mittlerweile in der 8. Version vorliegend.
Ich arbeite schon seit der Version 2 (im Jahr 2004) mit diesem Programm und es war damals schon verdammt gut und ist seitdem mit jeder Version besser und besser geworden.
Web-2-Date kostet in der aktuellen Version etwa 190 Euro. Sie können die Software bei DATA BECKER direkt bestellen.
Diesen Testbericht über web-2-date sollten Sie sich auch einmal anschauen.
2. Möglichkeit: Die Software wird nicht auf Ihrem Rechner sondern auf einem Webserver installiert
WordPress ist mittlerweile eines der besten Tools um Webseiten und ganze Websites zu erstellen (siehe diese hier, z.B.). Stammte WordPress ursprünglich aus der Bloggerszene so hat es sich mittlerweile sehr in Richtung eines kompletten CMS (Content Management System) weiter entwickelt. Nicht zuletzt auch aufgrund der unzähligen sogenannten Plugins, die das Anwendungsspektrum und die Funktionalität von WordPress immens erweitern, hat WordPress eine weltweite Fangemeinde, die stetig wächst.
Das Beste aber ist die Tatsache, dass WordPress komplett kostenlos ist. Sie zahlen keinen einzigen Cent dafür und können WordPress direkt jetzt downloaden.
Lediglich im Bereich der Plugins und Designs für WordPress gibt es auch kostenpflichtige Angebote, doch für den Anfang reichen die kostenlosen Angebote vollkommen aus.
Falls Sie WordPress noch gar nicht kennen und mehr darüber erfahren möchten, dann klicken Sie sich bitte durch zu WordPress Easy.
Zusammenfassung
Meine Empfehlung
Der wesentliche Unterschied zwischen Web to Date und WordPress besteht darin, dass Sie bei WordPress praktisch im Live-Modus arbeiten und alles das, was Sie erstellen und abspeichern direkt auch online auf der Seite zu sehen ist.
Sie müssen sich bei WordPress also sehr sicher sein, was Sie machen und welche Auswirkungen das hat. Im schlimmsten Fall können Sie durch eine bestimmte Handlung, z.B. das Installieren eines neuen Plugins, das WordPress-System zerstören.
Bei Web to Date hingegen arbeiten Sie zunächst ganz entspannt an Ihrem PC, können sich die Änderungen lokal anzeigen lassen und dann wenn Sie damit zufrieden sind, das ganze veröffentlichen.
Um mit WordPress ebenso mit einem “Sicherheitsnetz” zu arbeiten, müssten Sie auf Ihrem PC eine Webserverumgebung installieren, z.B. das kostenlose XAMPP und dann dort Ihre WordPress-Arbeitsversion installieren. Mit der arbeiten Sie dann und wenn Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind, müssen Sie sämtliche Änderungen dann in Ihr WordPress-Live-System übernehmen, was sicherlich Anfänger deutlich überfordert.
Eine Alternative besteht darin, eine Desktop Software wie das kostenlos erhältliche Programm Blogdesk zu benutzen. Ich habe diesbezüglich noch keine Erfahrungen, werde die Software aber testen und dann hier darüber berichten.
Der Test ist jetzt erfolgt. Hier finden Sie nähere Informationen über Blogdesk.
Meine Empfehlung ist folgende: wenn Sie absoluter Anfänger in Sachen Websiteerstellung sollten Sie auf Web to Date wählen. Sie können eine kostenlose Testversion downloaden und damit ein erstes Testprojekt erstellen. Wenn Sie dann feststellen, dass Sie mit dem Programm gut zurechtkommen, dann können Sie eine Lizenz kaufen.
Für diejenigen, die nicht direkt 190 Euro ausgeben wollen, gibt es auch eine abgespeckte Version von Web to Date, Web to Date Elements genannt. Diese kostet nur rund 60 Euro.
7. Schritt: Struktur anlegen und mit Inhalten füllen
Wenn Sie die für Sie passende Software ausgewählt haben, sollten Sie als erstes die im 5. Schritt erstellte Grundstruktur im Programm anlegen. Achten Sie dabei darauf, insbesondere bei WordPress, dass Sie so genannte “sprechende” URL’s. verwenden.
In WordPress erledigen Sie dass unter “Einstellungen>Permalinks”. Markieren Sie dort das Feld “Benutzerdefinierte Struktur” und tragen folgendes ein: /%postname%
Durch diese entsprechend leserfreundlich gestalteten URL’S haben es Ihre Besucher und vor allem die Suchmaschinen wesentlich leichter, Ihre Website zu “verstehen”.
Füllen Sie nun die einzelnen Seiten mit Inhalten, also Texten, Bildern, Videos und gegebenenfalls PDF-Dokumenten.
Texte
Machen Sie nicht den Fehler und sparen Sie an den Texten. Selbst wenn Sie im Deutschaufsatz immer eine 2 hatten, bedeutet das noch lange nicht, dass Sie gute Internettexte schreiben können.
Beauftragen Sie im Zweifel besser einen guten Texter. Sehr empfehlen kann ich Ihnen aus eigener Erfahrung Frau Esther Nestle.
Bilder
Benutzen Sie auf gar keinen Fall Bildmaterial, deren Urheberschaft und damit die Erlaubnis zur Benutzung nicht eindeutig feststeht („da liegen schon seit Jahren so tolle Bilder auf der alten Festplatte”).
Benutzen Sie auch auf gar keinen Fall irgendwelche Bilder, die Sie im Internet gefunden haben.
Machen Sie Bilder selbst oder – meine Empfehlung – kaufen Sie diese, z.B. bei Fotolia. Es gibt zwar auch einige kostenlose Bildanbieter, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich dort – themenbezogen – nie ein wirklich gutes Bild gefunden habe und zum Schluss doch wieder bei Fotolia gelandet bin.
Videos
Ein gutes Video kann Ihrer Website den letzten Feinschliff geben. In einem kurzen Firmenvideo können Sie sich Ihren potentiellen Kunden gegenüber optimal präsentieren und diese davon überzeugen, dass Sie der richtige Partner sind. Das gelingt mit Texten und Bildern zwar auch, wenn sie gut gemacht sind, aber mit einem Video kann man viel mehr Emotionen transportieren und das ist es, worauf es letzten Endes ankommt.
Meine Empfehlung: Lassen Sie hier auf jeden Fall einen Profi ran.
8. Schritt: Onpage-Optimierung
Die so genannte Onpage-Optimierung stellt einen Teil der Suchmaschinenoptimierung dar, bei welchem alle Maßnahmen an der eigenen Website vorgenommen werden und besteht im Wesentlichen aus folgenden Punkten:
- für jede einzelne Seite eine individuellen Titel und eine individuelle Beschreibung erstellen
- Texte mit möglichst potenten und effektiven Keywords versehen, maximal 5 Prozent
- Keywords in den Überschriften benutzen
- „sprechende” URL’s per mod rewrite realisieren
- Bilder mit entsprechenden Alt-Tags versehen
- Quelltext auf Fehler prüfen, diese weitestgehend beheben
- keinerlei irgendwie geartete „Tricks” und „Geheimtipps” einsetzen (don’t try to fool google!)
- für den User sinnvolle interne Verlinkung aufbauen
Wenn Sie diese Punkte abgearbeitet haben, dann ist Ihre Website fast schon eine perfekte Website. Zumindest ist sie diesem Ziel erheblich näher gekommen.
Machen Sie zu guter Letzt einen Usability-Test um noch bestehende Ungereimtheiten auszuräumen. Zu diesem Zweck können Sie eine Agentur beauftragen oder auch in eigener Regie tätig werden.
Geben Sie den Link zu Ihrer Website an Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen, Verwandte weiter und fragen Sie diese nach deren Meinung. Bitten Sie weiterhin, auf der Website bestimmte Aktionen auszuführen, zum Beispiel einen Prospekt anfordern und über das Kontaktformular eine Frage stellen, oder bei einem Shop, einen Artikel zu bestellen.
Bitten Sie die Testpersonen darum, ein möglichst ehrliches Urteil abzugeben, nicht ein möglichst nettes.
Der Nachteil dieser Methode besteht natürlich darin, dass diese Personenkreise Ihnen in der Regel wohlgesinnt gegenüberstehen und sich wahrscheinlich scheuen, eine wirklich ehrliche Meinung zu sagen.
Das Problem können Sie aber im Vorfeld ausräumen. Bieten Sie eventuell eine Gegenleistung in Form eines kleinen Geschenkes oder eines Geldbetrages an.
Auf diese Weise können Sie – kurz vor der Veröffentlichung Ihrer Website – noch wertvolle Erkenntnisse und Verbesserungsvorschläge sammeln und umsetzen.
Bedenken Sie aber bitte auch: wenn Sie 10 Personen nach deren Meinung zum Layout Ihrer Website fragen, dann werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit 10 verschiedene Meinungen hören.
Erst wenn eine bestimmte Aussage mehrfach vorkommt, sollten bei Ihnen die Alarmglocken schrillen.
Jetzt ist Ihre Website in der Ausbaustufe 1 nahezu perfekt und Sie können daran gehen, alles zu veröffentlichen, also im Internet zugänglich zu machen.
Noch kurz ein paar Worte zu der Domain, unter der Ihre Website dann erreichbar sein soll.
Es ist sicherlich nach wie vor sinnvoll, den treffendsten Suchbegriff in den Domainnamen zu integrieren. Google bewertet das nicht mehr so hoch wie früher, aber immer noch ein bißchen.
Wenn Sie in Deutschland geschäftlich tätig sind, dann nehmen Sie eine .de-Domain. Registrieren Sie wenn möglich noch die passende .com-Domain dazu. Damit haben Sie zwei der gefragtesten TOP-Level-Domains in Besitz, das sollte reichen.
Wenn Sie auf der .com-Domain keine eigenen Inhalte veröffentlichen, dann leiten Sie diese per 301-Weiterleitung auf die .de-Domain weiter, damit kein Double Content entsteht.
Entscheiden Sie sich, ob Sie in Ihrer Internetadresse das www. haben wollen oder nicht. Leiten Sie dann die anderen Möglichkeiten entsprechend der nachfolgenden Skizze auf die Hauptdomain um.
Die uralte Formel je mehr Domains desto besser werde ich gefunden stimmt heute übrigens nicht mehr, es sei denn, Sie füllen jede Domain mit so genanntem Unique Content, dem Gegenteil vom Double Content.
9. Schritt: Offpage-Optimierung
Jetzt ist es an der Zeit, sich mit der Offpage-Optimierung Ihrer Website zu beschäftigen. Die Offpage-Optimierung umfasst alle Maßnahmen, die nicht direkt an der Website, sondern außerhalb derselben vorgenommen werden.
Es geht im Wesentlichen darum, so genannte Backlinks aufzubauen. Das sind Links, die von anderen Webseiten auf Ihre eigene zeigen.
Im klassischen Fall entsteht ein Backlink von ganz alleine. Nämlich dann, wenn der Betreiber einer anderen Website Ihre Website oder Teile davon so gut findet, dass er es für seine Besucher für wertvoll erachtet, einen Link auf Ihre Website zu setzen.
Entsprechend wertet Google einen Backlink als eine Art Empfehlung für die verlinkte Website.
Alles was bisher beschrieben wurde, von Punkt 1 bis Punkt 8 war das Pflichtprogramm. Eine notwendige Vorarbeit um jetzt die Kür zu beginnen.
Um die Kür erfolgreich zu absolvieren, benötigen Sie einige neue Arbeitsmittel, die Sie alle kostenlos bei Google bekommen. Dafür müssen Sie sich zunächst bei Google anmelden und ein eigenes Konto einrichten.
Als allererstes sollten Sie Google Analytics in Ihre Website integrieren, ansonsten machen Sie einen Blindflug durch die Weiten des Internets und landen garantiert nicht da, wo Sie hinwollen.
Starten Sie nun den Backlinkaufbau am besten damit, zunächst ein erstes Fundament aufbauen, um überhaupt erst einmal wahrgenommen zu werden.
1. Tragen Sie Ihre Website in Onlinekataloge und Branchenbücher ein. Ausgewählte Möglichkeiten finden Sie unter: http://www.ranking-check.de/tools/rc.webkataloge.php und unter http://www.deutscher-webkatalog.org/2011/10/04/webkataloge-webverzeichnis-branchenbuch-liste/
Aber Achtung: Gerade die Branchenbücher locken oftmals mit einem kostenlosen Basiseintrag um Sie einige Tage später anzurufen und Ihnen dann kostenpflichtige Zusatzleistungen oder einen Eintrag in ein Print-Branchenbuch zu verkaufen.
Im Bereich der Onlinekataloge gibt es hunderte, wenn nicht sogar tausende von Dienstleistern, die Ihnen diese Arbeit abnehmen wollen, gegen Bezahlung versteht sich.
Es gibt einige wenige weiße Schafe und jede Menge schwarze Schafe in diesem Markt. Trennen Sie die Spreu vom Weizen indem Sie alle die aussondern, die Ihnen Einträge in zig-hunderte oder sogar tausende von Katalogen versprechen.
Hier gilt nicht: je mehr desto besser!
2. Tragen Sie Ihr Unternehmen bei Google Maps ein und richten Sie eine Google Places Seite ein. Dies gilt umso mehr, wenn Sie hauptsächlich lokal oder regional tätig sind.
3. Erstellen Sie (oder lassen erstellen) einige Texte zu Ihrer Firma und Ihren Produkten oder Dienstleistungen oder zu der Branche allgemein und veröffentlichen Sie diese in Artikelverzeichnissen. Eine gute Auswahl finden Sie hier: http://www.nxplorer.net/Artikelverzeichnisse.html
Beachten Sie dabei, dass Sie nicht ein- und denselben Artikel bei vielen verschiedenen Verzeichnissen einstellen. Das würde die Arbeit zwar enorm erleichtern, aber Sie erzeugen damit wiederum Double Content, der auf lange Sicht auch für Sie schädlich sein kann.
Grundsätzlich gilt für den Backlinkaufbau: er muss für Google natürlich wirken. Wenn Sie innerhalb weniger Tage oder Wochen hunderte Backlinks aufbauen (lassen), dann wirkt das auf Google nicht natürlich und ist mit Sicherheit auf Mittel und Wege zurückzuführen, die für Google nicht koscher sind.
Das war das erste Fundament. Jetzt geht es darum, an diesen 3 Punkten permanent weiter zu arbeiten und neu hinzukommend eine Social-Media-Strategie zu erarbeiten und umzusetzen.
Sie werden nicht daran vorbei kommen, sich mit Twitter, Youtube, Facebook und anderen Social-Media-Dienstleistern zu beschäftigen.
Sehr sehr empfehlen kann ich in diesem Zusammenhang das folgende Buch:
“Die TOP 100 Strategie für Social Media Marketing“
Ein Buch, welches Sie nicht mit grauer Theorie langweilt, sondern Ihnen die 100 besten, weil erprobten Strategien in ganz kurzen Sätzen vermittelt. Sie können diese dann sofort umsetzen. Schneller geht es nicht.
10. Schritt: Controlling
Der 10. und letzte Schritt dieser Aufzählung beschäftigt sich mit dem Controlling der Website. Es geht in erster Linie darum festzustellen, „wo stehen wir heute”, „wo standen wir vor x Wochen|Monaten” und „wo wollen wir hin”.
Wenn Sie nicht von Anfang an ein Controlling einbauen, dann sehen Sie die Fortschritte oder eventuell auch Rückschritte nicht, die Sie machen und haben keine Chance, dagegen zu steuern oder den Kurs weiter zu halten.
Google Analytics ist für mich erste Wahl bei den Controlling-Tools. Erstens ist es kostenlos, zweitens sehr gut und drittens wird es immer besser.
Das zweite Tool nutze ich ebenfalls selbst und kann es Ihnen daher sehr empfehlen. Es nennt sich wise seo:suite und bietet unter anderem ein sehr gutes Linktracking-Modul, mit welchem Sie Ihre Keywords, bzw. deren Platzierung in Google überwachen und im zeitlichen Verlauf darstellen können.
Dieses Tool ist nicht kostenlos, die Kosten lieber aber lediglich im Bereich eines Schüler-Taschengeldes und sollten für alle, die es ernst meinen, kein Thema sein.
Ein weiteres kostenloses, sehr gutes Tool sollten Sie ebenfalls einsetzen. Sie finden es unter tools.pingdom.com. Dort können Sie unter anderem die Ladegeschwindigkeit Ihrer Website testen. Diese ist mittlerweile auch ein Google-Qualitätskriterium, denn Google möchte natürlich, dass Websites so schnell wie irgend möglich angezeigt werden und belohnt die Schnellen mit besseren Platzierungen.
Mit Hilfe von Pingdom können Sie noch ein weiteres Qualitätskriterium prüfen lassen, nämlich die Erreichbarkeit Ihres Webservers. Auch wenn es bei ungenauer Betrachtung so erscheinen mag, es sind nicht immer alle Webserver wirklich online. Kein Server erreicht hier 100%. Vielmehr gibt es Downtimes, in welchen der Server nicht online und Ihre Website dann auch nicht erreichbar ist.
Der Überwachungsdienst von pingdom.com liefert Ihnen kostenlose Auskünfte über die Erreichbarkeit Ihres Webservers. Um den Dienst nutzen zu können, müssen Sie sich einmalig bei pingdom.com registrieren. Klicken Sie dazu auf dieser Seite auf den Link “Free Sign Up” und tragen Sie Ihre Daten ein.
Sie können in der kostenlosen Version eine URL überwachen. Das sollte die Homepage Ihrer Website sein. Wenn Sie später feststellen, dass Sie mit dem Tool gut zurechtkommen und weitere Seiten überwachen wollen, können Sie ein kostenpflichtiges Paket buchen.
11. Schlusswort
Ich hoffe, Sie haben nach Lektüre dieser Website eine ungefähre Ahnung davon, was es bedeutet, eine Website erfolgreich zu machen. Es ist eine ganze Menge Arbeit.
Wissen Sie übrigens, an welcher Stelle die meisten Websitebetreiber, deren Websites erfolglos sind, anfangen? Mit der Registrierung einer Domain bzw. der Auswahl einer Software. Alle anderen Schritte werden galant übergangen.
Wenn Sie es von Anfang an richtig machen wollen, dann haben Sie hier einen groben Fahrplan gefunden. Wenn Sie danach vorgehen, dann sind Sie Ihren Mitbewerbern mit großer Wahrscheinlichkeit um Lichtjahre voraus.
Diese Website versteht sich ganz bewusst nicht als “bis-ins-kleinste-Detail-Anleitung”, sondern gibt Ihnen den umfassenden Rahmen vor, nach welchem Sie vorgehen sollten. Sicherlich ist es erforderlich, dass Sie einzelne Punkte in eigener Regie nachrecherchieren.
Sofern Sie Fragen haben, können Sie sich unter der Rufnummer 09001-170663 (1,99 €/min.) gerne jederzeit an mich wenden. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich diesen Service nicht kostenlos anbieten kann.
Auf jeden Fall kostenlos sollten Sie sich das Manuskript downloaden. Damit können Sie alles noch einmal in Ruhe nachlesen. Die Download-Option finden Sie rechts oben.



